【歐華作協專欄】謝盛友:卡夫卡的《鄉村醫生》(中德雙語)

2018/3/14  
  
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【歐華作協專欄】謝盛友:卡夫卡的《鄉村醫生》(中德雙語)

卡夫卡的《鄉村醫生》(Ein Landarzt )內容簡介:暴風雪之夜,鄉村醫生必須冒雪去十英裏外的村莊給一個重病患者看病,但是他的馬死了。漫天大雪,無法前行。醫生美麗的女仆羅莎四處借馬,卻無人應答。這時一個陌生的男人答應借馬給他,而交換條件竟是羅莎。醫生無暇他顧,匆忙趕到病患家中,發現病人患不治之症。

那是一個風雪交加的夜晚,年邁的鄉村醫生有車無馬(馬昨夜裏勞累過度而死)而無法出診。正茫然間,外出借馬而返的女傭“出現在門口,獨自一人,搖晃著馬燈”,她那漂亮的身影喚醒了老醫生沈睡多年的欲念。他“......不知所措。心煩意亂,苦惱不堪”。此時,在他的潛意識裏(多年不用的豬圈裏)潛藏多年的淫魔(馬夫)破門而出,從此,年邁的醫生再也經受不住邪惡(夜間鈴聲)的召喚;他的靈魂發生分裂:他即是醫生有充當牧師,不但替別人治療身體的疾病,也治療心靈的疾病;他同時又是一個蹂躏(意淫)女傭的淫魔,也就是說,他也是一個心靈有病的人。實際上老醫生的病是在救治那個病孩的過程中被病孩看出的,“我對你缺乏信任, 你也不過是在某個地方被人抛棄了而不能自救。”病孩的話一語中的。其實,豈止是醫生需要自救呢?我們每一個人都需要自救。當我們虔誠地追求光明的時候,卻不知黑暗悄悄來臨;當我們義無反顧地追逐名利的時侯,卻不知魔鬼已經附身;當我們得意于高官厚祿的時候,卻不知我們的一只腳已跨進了地獄的門檻。“許多人將半個身子置于樹林中,卻幾乎聽不到林中斧子的 聲音,更不用說斧子在向他們必逼近。” 人一旦置身這欲望的森林,自我便迷失其中。“人們都不知道自己家裏(心靈裏)有什麽東西。”女傭對醫生說的話耐人尋味。 醫生起初的確不知道自己家裏有什麽東西,但女傭羅莎的抱怨,使他似乎感到良心受到譴責而愧疚不安。“這個區裏的人總是在夜裏按門鈴(邪惡的鈴聲),使我備受折磨。......這個漂亮的姑娘,多年來生活在我家裏而沒有得到我多少關心”

病孩需要救治,而醫生想到的是“我必須立刻返回去。”心裏放不下的是女傭羅莎;藥方未開,探診就草草要結束,“這個漂亮的姑娘,多年來生活在我家裏而沒有得到我多少關心。”心裏放不下的還是羅莎;當身體健康的病孩對醫生悄聲說:“醫生,讓我死吧。”病孩的病不在身體而在心靈,因爲他生活在“空氣汙濁,令無法呼吸”的環境裏。醫生深有同感:“我並不是救世主,讓他躺著吧。我供職于區上,忠于職守,甚至于過分;我薪俸微薄,但卻慷慨大方,樂于幫助窮人,另外,我還要負擔羅莎的生活。如此看來,小夥子也許是對的,我也想去死。”心裏放不下的仍然是羅莎。病孩實際上是醫生心靈的一面鏡子。

醫生發現病孩的真正傷口所在——在他身體右側靠近臀部的地方發現了一個手掌大小的傷口,玫瑰紅色,有許多暗點,深處呈黑色,周邊泛淺,如同嫩軟的顆粒,不均勻地出現淤血,像露天煤礦一樣張開著。在傷口的深處,有許多和小手指一樣大小的蟲蛹,身體紫紅,同時又沾滿血汙,它們正用白色的小頭和無數小腿蠕動著爬向亮處。醫生感到病孩已無藥可治,因爲病孩是在欲望的“森林裏”被“淫魔的利斧”所傷,就像醫生自己常常經不住夜間鈴聲誘惑一樣。而此時的病孩求生的欲望異常強烈,“你會救我嗎?”病孩如泣如訴地哀告使年邁的醫生對生與死的矛盾和痛苦有了切身的體驗:當身體看似健康時卻希望死(因爲不知病在何處),而無藥可治時卻想活。

這是個極其荒誕的故事,表現出由現實因素與非現實因素、自然物象與其荒誕屬性交互疊加而造成的神秘氣氛,在現實的邏輯關系中表現出非理性特征。《鄉村醫生》是一篇賦予了象征含義的、深層內心、幻化的産物,是一篇具有現代特征的神話。

卡夫卡將混亂歸結爲宗教精神的缺失。《鄉村醫生》的潛在文本乃是對《聖經》中有關先知以利亞(Eliyahu)和以利沙(Elischa)故事的反諷性借用。《聖經》記載,以利亞按照神的旨意,警告亞哈王,如果繼續崇拜偶像,神將審判以色列,讓以色列經曆旱災。以利亞寄住撒勒法的寡婦家時,也施行了救活寡婦兒子的神迹及油與面不短缺的神迹。以色列經曆三年的旱災後,以利亞再次與亞哈王見面,並約好在迦密山,透過獻燔祭,確認哪邊敬拜的神才是真神。結果以利亞的祭壇興起降火的神迹,讓所有人不得不承認“耶和華才是真神! ”並解除了三年旱災的窘境。後來以利亞仍被以色列王室逼迫。最後在約旦河乘旋風升天去了,後來由以利沙繼承以利亞先知的使命。

跟隨到底--當以利亞得榮耀升天的日子將到,以利亞知道那個日子,以利沙也知道,所有的先知門徒也都知道。但是他們中間卻有很大的分別。那些先知門徒知道了以利亞要離他們而去,卻沒有緊緊跟隨以利亞,唯有以利沙有一顆追求神的心志,他的心中滿了饑渴竭力奔跑,從來不想停留下來,雖然以利亞三次攔阻他說“你可以在這裏等候”(王下2章:4節)。以利沙卻堅決的說:“我指著永生的耶和華,又敢在你面前起誓,我必不離開你”。他不顧一切地跟隨到底,神所看重的就是這樣一顆真誠的心志。

以利沙的蒙召是出于神的揀選,當以利亞把外衣搭在他身上,要他作先知,以利沙即刻順從,立刻跑回家去,宰耕地之牛,惋惜農具,並擺上筵席,向父母及朋友辭別,表明他以作先知門徒爲榮,永不後悔。因爲成爲神的仆人,這種職分極其尊貴。(列王紀上19章)

在聖經中,兩位先知最後乘坐火車火馬上天,顯示了上帝對兩位先知的肯定和嘉獎。他們與上帝相遇相隨,享受永生的幸福。而“鄉村醫生”的馬車卻將其帶進茫茫暴風雪,“鄉村醫生”自稱爲“社會改革家”,本應與“先知”擁有同樣的拯救和預言才能,但卻徒具先知的空洞外形。卡夫卡以“鄉村醫生”喻指現代猶太人眼中的猶太民族傳統,尤其是猶太教。“鄉村醫生”爲男孩治病的奇怪方式在先知以利亞和以利沙的故事中也一再出現,也是“上床伏在孩子身上,口對口,眼對眼,手對手”,兩位先知治愈了孩子的病,顯示了上帝無形的能力,受到上帝的肯定和世人的崇敬。不同的是“鄉村醫生”在被迫多于自願的情形下和男孩躺在了一起,而他根本無力挽救男孩的生命。在治病過程中,歌隊滿含威嚇和嘲笑意味的歌聲一直在“鄉村醫生”耳邊回響,對此他選擇了沈默。最具象征意義的是男孩的傷口。它靠近男孩身體右側的肋骨,對應于《約翰福音》中耶稣受難時被士兵紮下的傷口。在兩則故事中,傷口既與生命相連,又是死亡的印記。而《鄉村醫生》中的傷口不僅是死亡的印記,也是原罪的象征,男孩說:“我帶著一個美麗的陪嫁來到世界上,這是我的全部陪嫁。”傷口能使人感受原罪,從而超越死亡,恢複與上帝的正當關系。但是,卡夫卡又通過“鄉村醫生”的話表現出現代人與上帝的疏離:“許多人都自願把半個身子呈現出來,而幾乎聽不到樹林中斧子的聲音,更不用說斧子靠近他們了。”可見,卡夫卡在《鄉村醫生》中借聖經故事的變形示意當今人類正遭逢著與上帝的可怕疏離。

卡夫卡的《鄉村醫生》告訴我們:人類如果疏離上帝,社會和制度都將患不治之症。

 

Ein Landarzt ist eine Erzählung von Franz Kafka. Sie entstand im Jahr 1917 und wurde 1918 erstmals in Die neue Dichtung. Ein Almanach des Kurt Wolff Verlags veröffentlicht. Sie war namensgebend für den gleichnamigen Erzählband Ein Landarzt Kafkas, erschienen 1920, in dem sie neben dreizehn weiteren Prosatexten enthalten war.

Ein älterer Landarzt wird nachts zu einem Schwerkranken gerufen. Während sich das Dienstmädchen Rosa im Dorf um ein Leihpferd bemüht, da das eigene Pferd im „eisigen Winter“ verendet ist, steht er im Schneetreiben in seinem Hof herum. Als Rosa ohne Pferd zurückkommt, tritt der ratlose Arzt gegen die Tür eines vermeintlich leerstehenden Schweinestalls seines Anwesens. Zu seiner Überraschung findet er dort zwei kräftige Pferde und einen unbekannten Mann vor, der wenig später urplötzlich über Rosa herfällt. Vom Arzt nur halbherzig zurechtgewiesen, spannt der Unbekannte bereitwillig die Tiere an den Wagen. Der Arzt steigt ein, und schon rast der Wagen davon, wobei der Arzt noch hört, wie die Haustür, hinter der sich die unglückliche Rosa eingeschlossen hat, unter dem Ansturm des Mannes zersplittert. In kürzester Zeit und selbständig legen die Pferde den weiten Weg zurück und bringen den Arzt zu einem Hof, wo er zu einem bettlägerigen Jungen geführt wird. Erst nach mehrmaliger Aufforderung durch die Eltern und die Schwester findet der unentschlossene, auch an das Schicksal von Rosa denkende Arzt die Krankheit des Jungen, eine „handtellergroße“ rosafarbene Wunde in dessen Seite, mit fingerdicken Würmern. Der Arzt weiß sofort, dass er dem Jungen nicht helfen kann.

Inzwischen sind Menschen aus dem Dorf eingetroffen, die den Arzt, der alles mit sich geschehen lässt, nach einem alten Brauch entkleiden und in das Bett des Kranken legen. Währenddessen singt ein Schulchor drohend vor dem Haus: „Und heilt er nicht, so tötet ihn!“. Dann lässt man die beiden allein, und nur die rätselhaften Pferde, die ihre Köpfe durch die offenen Fenster ins Zimmer strecken, sind Zeuge der Unterhaltung zwischen dem Arzt und seinem Patienten, die mit der Einschätzung des auf seine Berufserfahrung pochenden Arztes endet, dass „die Wunde nicht so übel ist“. Dann hat der Arzt seine Rettung im Sinn. In der Annahme, dass die Rückfahrt ähnlich schnell ablaufen werde wie die Hinfahrt, schwingt er sich unbekleidet auf eines der beiden Pferde. Doch jetzt ziehen die unkontrollierbaren Tiere „langsam wie alte Männer“ durch den Frost. Die Erzählung endet mit teils anklagenden, teils resignierenden Gedanken des gescheiterten und an „unirdische“ Pferde ausgelieferten Arztes über die eigene Lage („niemals komme ich so nach Hause“) und über die Situation Rosas, das von ihm „jahrelang kaum beachtete schöne Mädchen“. Sein Schlusssatz resümiert: „Einmal dem Fehlläuten der Nachtglocke gefolgt – es ist niemals gutzumachen“.

Der Landarzt spricht als Ich-Erzähler. Der Erzählmodus ist klar und beschreibend, enthält aber auch Klagemonologe des Landarztes voller Emotionen: er hat kein Pferd – er bekommt Pferde, aber er opfert ungewollt Rosa – die Leute verlangen Unmögliches vom Arzt – mit dem unirdischen Wagen wird er nachts ins Leere getrieben. Zweimal singt ein Kinderchor. Das Erzähltempo ist hoch. Der Text weist Elemente des Traumes, des Märchens, der Ballade, aber auch der nüchternen Reportage auf.

Kafka wurde zu der Erzählung möglicherweise durch einen Onkel Siegfried Löwy inspiriert, der in einem kleinen Ort in Mähren als Landarzt arbeitete. Über diesen Onkel sagt Kafka in einen Brief an Max Brod: „Und er lebt so auf dem Land, unausreißbar, zufrieden, so wie einen eben ein leise rauschender Irrsinn zufrieden machen kann, den man für die Melodie des Lebens hält“.

Kafkas Tagebuchaufzeichnungen vom 9. Oktober 1911 schildern einen Traum von einem Bordell mit einer Dirne, deren ganzer Körper „mit großen siegellackroten Kreisen mit erblassenden Rändern und dazwischen versprengten roten Spritzern bedeckt war“.

Am 12. August 1917 erlitt Kafka einen heftigen Blutsturz, in Zusammenhang mit seiner Tuberkulose, an der er schließlich starb. An Max Brod schrieb er am 5. September 1917, mit der „Blutwunde“ im Landarzt habe er seine Krankheit „vorausgesagt“.

Kafka selbst bezeichnete Ein Landarzt als eine seiner wenigen wirklich gelungenen Erzählungen.

 

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